Ismael und seine Freunde

Ismael und seine Freunde
Von: Michael Gerard Bauer

Hörprobe (bitte Titel anklicken): 

Das Hörspiel „Nennt mich nicht Ismael!“ thematisiert das Schülerleben des 14-jährigen Ismael Leseur auf dem St. Daniels-College. Vom ersten Schultag an hat er unter seinem Namen Ismael zu leiden, bis James Scobie in seine Klasse kommt. Mit gewachsenem Selbstbewusstsein beendet Ismael das Schuljahr und ist dabei auch Kelly Faulkner, seiner stillen Liebe „mit den eisblauen Augen“, etwas nähergekommen. Im Hörspiel „Ismael und der Auftritt der Seekühe“, in dem es viel um Gedichte und Musik geht, trifft der Zehntklässler Ismael nicht nur seine Freunde Scobie, Bill, Orazio und Ignatius wieder, er hofft auch darauf, dass er mit seiner stillen Liebe Kelly bei der Geburtstagsparty ihrer Freundin Sally zusammenkommen wird. Doch das Fest endet für ihn aus verschiedenen Gründen in einem Desaster. Alles scheint für den selbst ernannten Volltrottel Ismael verfahren zu sein, da erweist sich das Comeback der „Seekühe“, der legendären Rockband von Ismaels Vater als eine Art Wendepunkt. Das Hörspiel „Bereit sein ist alles“ führt die schräge Entwicklungsgeschichte von Ismael und seinen Freunden zu Ende, und Shakespeares Hamlet spielt dabei eine Rolle als latentes Leitmotiv. Ismael konzentriert sich in der Folge mit seinen Freunden auf die Ereignisse und Herausforderungen, die das 11. und 12. Schuljahr für alle mit sich bringen. Dass Ismail dabei viele Irrungen und Wirrungen in seinem Gefühlsleben durchmacht, ist kein Wunder. Bis eines Tages Kelly wieder auftaucht und beide zumindest für einen sonnigen Sommer zueinander finden.

Begründung der AUDITORIX Fachjury

Die Hörspielbearbeitung der Romane von M.G. Bauer erweist sich als souveräne, einfalls- und stimmungsreiche Inszenierung eines ausgesprochen komischen und schwungvollen Streifzugs durch die Gefühlswelt pubertierender Jugendlicher. Es dürfte dabei nicht leicht gewesen sein, die australische Collegewelt für ein deutsches Publikum angemessen zu übersetzen. Zum kurzweiligen Hörspaß trägt aber auch das temperamentvolle und zugleich einfühlsame Spiel der jungen Sprecher und Sprecherinnen bei. Nahezu professionell überzeugen sie durch ihre gekonnte Spielweise, die den Ton der heutigen Jugendsprache voll trifft. Insgesamt ist „Ismael und seine Freunde“ ein großes Hörvergnügen.

Altersempfehlung der Jury: ab 8 Jahren