Die Rote Zora und ihre Bande

Die Rote Zora und ihre Bande
Von: Kurt Held

Hörprobe (bitte Titel anklicken): 

Regie: Dirk Kauffels
Sprecherin: Heike Makatsch
Musik: Jürgen Treyz
Lesefassung: Dirk Kauffels
Genre: Lesung mit Musik
Laufzeit: ca. 397 Minuten
Produktion / Verlag: Sauerländer audio/Argon Verlag GmbH
Produktionsjahr: 2013
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2013
ISBN: 978-3-8398-4624-7

Die Geschichte spielt in dem kroatischen Küstenstädtchen Senj. Der 12-jährige Branko ist nach dem Tod seiner Mutter auf sich allein gestellt. Wo sich sein Vater Milan aufhält, weiß niemand. Und seine Großmutter Kata will ihn nicht in ihrer Hütte aufnehmen. Als er dann vom reichen Bauern Karaman des Diebstahls bezichtigt und in Arrest genommen wird, verhilft ihm das rothaarige Mädchen Zora zur Flucht. Sie nimmt ihn als Mitglied in ihre Bande auf, zu der außer Zora noch die drei Jungen Pavle, Nicola und Duro gehören. Die elternlosen Kinder bezeichnen sich selbst nach einem alten kroatischen Klan als „Uskoken“ und haben ein Versteck in der verlassenen Burg von Senj gefunden. Zusammen schlagen sie sich vor allem mit Gaunereien und Diebstählen durchs Leben. Doch untereinander halten sie nach ihren eigenen Regeln fest zusammen.

Begründung der AUDITORIX Fachjury

Die Lesung dieses sozialkritischen Kinder- und Jugendbuchklassikers von Kurt Held (alias Kurt Kläber) aus dem Jahre 1941 kommt einem Zuhörenden von heute sehr aktuell vor. Dass Kinder, die in Armut aufwachsen und vernachlässigt werden, von zu Hause weglaufen und kriminell werden, bleibt heutigen Kindern nicht verborgen. Und dass Freundschaft, Solidarität, Hilfsbereitschaft und der Kampf gegen Ungerechtigkeit zu einem menschenwürdigen Leben gehören, das verstehen auch jüngere Kinder. Vor allem Mädchen werden sich durch diese Geschichte darin bestätigt sehen, dass auch sie eine Führungsrolle übernehmen können. So liefert dieser spannende Stoff Jungen wie Mädchen nach wie vor ein authentisches Identifikations- und Projektionsangebot. Dazu trägt besonders Heike Makatsch mit ihrer besonnenen, einfühlsamen und ausdrucksvollen Lesung bei, die kleine wie große Leute gebannt zuhören lässt. Zudem schafft die in den Sprechertext eingewebte „Uskoken-Musik“ von Jürgen Treyz dazu auch die passende Atmosphäre.

Altersempfehlung der Jury: ab 8 Jahren